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Aktuelle Nachrichten - Corona-Virus SARS-CoV-2
Stand: 25.01.2021
 

Liebe Patienten,

aufgrund der neu geltenden Anpassungen im Rahmen der Corona-Pandemie, möchten wir Sie über den aktuellen Stand der Maßnahmen in unserer Praxis informieren.

Maskentragepflicht in der Praxis

Patienten und Begleitpersonen in Bayern müssen auch im Wartebereich eine FFP2-Maske tragen. Kinder unter 15 Jahren sind von der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske befreit. Ab dem 6. Lebensjahr müssen sie aber eine Alltagsmaske tragen.
Die Maske darf im Therapieraum abgesetzt werden, wenn die Behandlung es erfordert und der Mindestabstand eingehalten werden kann oder die Therapeutin hinter einer Schutzscheibe arbeitet, oder wenn alle Hygienerichtlinien eingehalten werden (kein Zutritt für Patienten mit Symptomen, Desinfektion, Handhygiene, Luftreiniger, Lüften).

Praxishygiene

Wir haben mit Beginn der Pandemie (03/20) ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept erstellt auf der Basis der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Hygiene Technologie Kompetenzzentrums (HTK) und dieses bei Bedarf erweitert und angepasst. Diese Maßnahmen liegen in unserer Praxis aus und können gerne von Ihnen eingesehen werden. Seit Januar 2021 werden alle Therapeuten und Mitglieder des Praxisteams wöchentlich auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet.

Schon vor einiger Zeit konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass neben der Tröpfcheninfektion, d.h. die Übertragung infektiöser Tröpfchen (über Husten, Niesen, Sprechen) über den Luftweg aus den oberen Atemwegen infizierter Menschen auf Schleimhäute wie Mund, Nase oder Augen anderer Menschen, Aerosole (Gemisch aus festen oder flüssigen schwebenden Teilchen in der Luft) über Stunden an der Luft überleben können. D.h., dass Aerosole ebenso wie Tröpfchen zu einer erhöhten Infektionsgefahr in Innenräumen führen. Dies ist immer dann der Fall, wenn Menschen atmen, sprechen, laut sprechen und singen.

Aus diesem Grund tragen wir auch in den Praxisräumen entsprechende FFP2-Nasen-Mundschutzmasken, bei Bedarf zusätzlich entsprechende Schutzkleidung, achten auf genügend Abstand, bieten am Therapieplatz sogenannte Spuckschutzvorrichtungen und haben in unseren Therapieräumen Luftreinigungsgeräte mit einem hohen Hepa-Filter aufgestellt, um feinste Partikel und Aerosole aus der Luft zu filtern. Zusätzlich misst ein CO2-Messgerät fortlaufend den Sauerstoffgehalt in der Luft und signalisiert, wann erneut gelüftet werden muss. Nach jeder Therapie und auch zwischendurch öffnen wir die Fenster und lüften den Therapieraum, um zusätzlich Frischluft zuzuführen.

Behandlungen

Ihre Behandlungen finden wie gewohnt unter den angewandten Hygieneschutzmaßnahmen als Präsenztherapien statt, mit zwei Einschränkungen. Patienten mit Stimmproblemen und die sogenannte LSVT-Therapie bei Morbus Parkinson führen wir derzeit nicht durch, da bei dieser Form die Aerosolausschüttung besonders hoch ist (beim Sprechen: ca. 195 Partikel, beim Singen: ca. 750 - 6000 Partikel und wir Ihnen und uns selbst trotz aller Hygienemaßnahmen nicht ausreichend Schutz vor einer Ansteckung bieten können. Das informative Video zum Thema "Aerosole und Corona - Wo Atmen zum Risiko wird" können Sie sich auf "Zeit Online" ansehen.

Wir bieten unseren Patienten in diesen Fällen nach individueller Absprache an, die Behandlung per Videotherapie durchzuführen, die nun wieder aktuell bis zum 30.09.2021 durchgeführt werden darf. Auch bieten wir unseren Patienten an, sie mit Übungsunterlagen für zuhause zu versorgen und mittels telefonischer Rücksprache den Verlauf bestmöglich zu kontrollieren. Wir danken für Ihr Verständnis.

Allgemein ist weiter zu beachten

Wir bitten Patienten, die in den letzten 3 Monaten im Urlaub waren, sich in Coronarisikogebieten aufgehalten haben, Kontakt zur einer mit Corona infizierten Person hatten oder Krankheitssymptome (Niesen, Husten, Fieber, Geruchs- und Geschmacksstörungen) zeigen, zum Schutz aller vorerst nicht in unsere Praxis zu kommen, bis das Infektionsrisiko abgeklärt ist oder Krankheitssymptome abgeklungen sind.


Falls Sie weitere Fragen haben, erreichen Sie uns zu den gewohnten Telefonzeiten:
Mo.-Fr. von 8.00 bis 12.00 Uhr unter der Tel.-Nr. 06021 – 45 27 27.


Wir freuen uns auf Sie und hoffen, dass wir alle gesund durch diese Pandemie kommen.
Ihr Praxisteam

Dr. Ingeborg Maser



Wissenschaft – Teilnahme an Studien

Unsere Praxis ist ständig bestrebt, unsere Patienten auf der Grundlage neuester Diagnostikverfahren und Therapiemethoden zu behandeln, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist.
Der beständige Austausch mit universitären und wissenschaftlichen Einrichtungen ermöglicht es uns, Patienten unserer Praxis die (kostenlose) Teilnahme an Studien zu ermöglichen. So konnten z.B. 16 unserer Patienten an der großen deutschlandweiten Studie zur Intensiv-Aphasietherapie bei chronischen Schlaganfallpatienten "FCET2EC" teilnehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studie sind aktuell im März 2017 in der renommierten Fachzeitschrift „Lancet“ veröffentlicht worden. Eine gekürzte Version kann man unter dem Link:  

https://campus.uni-muenster.de/fakultaet/news/studie-belegt-wirksamkeit-von-sprachtherapie-bei-chronischer-aphasie/ und unter der FCET2EC Internetseite unter dem Link:

http://fcet2ec.aphasiegesellschaft.de/files/7214/8828/2880/Breitenstein_et_al_THELANCET-D-16-06318R1_as-accepted_01.11.2016.pdf herunterladen.

Ergebnis dieser weltweit einmaligen Studie: Intensive Sprachtherapie bei chronischer Aphasie wirkt!

Ebenfalls im Jahr 2017 führten wir zusammen mit der Universität Groningen und der Praktikantin Bianca Spelter eine Studie mit 25 unserer Patienten zum Thema „Kognitiv-kommunikative Beeinträchtigungen bei Patienten mit Morbus Parkinson“ durch („Cognitive communication disorders in German patients with Parkinson`s disease, Bianca Spelter, 2017).

Mit den Ergebnissen dieser Studie konnten wir zeigen, dass Schwierigkeiten in der Kommunikation ein häufiges Symptom bei Parkinsonpatienten sind und dass sie durch zugrundeliegende kognitive Probleme im Arbeitsgedächtnis verursacht werden. Alter und Bildung hatten dabei einen Einfluss auf die sprachlichen Fähigkeiten. Testverfahren, die kommunikative und kognitive Fähigkeiten gezielt prüfen, sollten deshalb bereits früh standardmäßig bei der Diagnostik von Parkinsonpatienten eingesetzt werden, um kommunikative Missverständnisse möglichst früh zu vermeiden.

Hier sind weitere Studien, an denen Patienten unserer Praxis bisher teilgenommen haben:

- Dia Train Teletherapie bei Aphasie nach Schlaganfall (2014)

Die Teletherapie Dia Train beinhaltet das Üben alltagsorientierter Dialoge. Die Dialoge werden mithilfe von Videos präsentiert. Alle Videos sind nach den Prinzipien von prototypischen alltäglichen Handlungsabläufen aufgebaut. Sie erhalten dadurch die Möglichkeit, Ihre Therapieeinheiten zu erhöhen und Ihre Benennleistungen zu verbessern. Für die Teilnahme entstehen Patienten keine Kosten.

- Depression bei Aphasie nach Schlaganfall (Newcastle University, England) (2014)

- Alltagsrelevanz in der Aphasietherapie (Hogeschool van Arnhem en Nijmengen, Niederlande) (2014)